PRESSE

Pressematerial – Fotos und Informationen

Pressemitteilung zum Adventskonzert 2019

Engelsverkündigungen in barocker und romantischer Musik
Chorkonzert in der Reformationskirche Berlin-Moabit mit Stücken von Vivaldi und Saint-Saëns

Antonio Vivaldis „Magnificat“ und Camille Saint-Saëns „Oratorio de Noël“ unterscheidet klanglich und von ihrer Entstehung her sehr viel. In dem starken Kontrast zwischen italienischem Barock und französischer Romantik – jeweils auf ihrem Höhepunkt – liegt aber auch ein besonderer Reiz. Zum Advent werden die beiden Stücke von der Cantorei der Reformationskirche in Berlin-Moabit aufgeführt.

Die Verbindungen der Werke liegen auf inhaltlicher Ebene: Beide vertonen Engelsbegegnungen mit weitreichenden Folgen – im „Magnificat“ die Botschaft an Maria, dass sie schwanger ist und ein Kind gebären wird, das man Gottes Sohn nennen wird; im „Oratorio de Noël“ die Verkündigung der Engel an die Hirten auf dem Felde, dass dieser Heiland nun geboren sei.

Beide Werke beschreiben in Wort und Klang, was diese Verkündigungen für die Welt bedeuten: Das Niedrige, Schwache wird erhöht, das irdisch Mächtige gestürzt. Vivaldi setzt den revolutionären Impetus dieser Botschaft kraftvoll in Szene. Saint-Saëns betont dagegen eher die meditative Seite der Engelsverkündigung. Nach der überbordenden musikalischen Bildersprache des Barock wurde 150 Jahre später die Empfindsamkeit gepflegt, die den emotionalen Nachhall des Ereignisses in der Seele des Individuums in den Vordergrund stellt.

Camille Saint-Saëns: Oratorio de Noël op. 12 / Weihnachtsoratorium
Antonio Vivaldi: Magnificat RV 610

Margret Bahr – Sopran
Judith Rautenberg – Mezzosopran
Judith Kamphues – Alt
Pablo Helmbold – Tenor
Wilko Reinhold – Bariton
Chor: Cantorei der Reformationskirche
Orchester: Ensemble de la réformation

Leitung: Johannes Stolte
Einstudierung und Chorassistenz: Philip Lawton

Sonnabend, 30. November 2019, 19 Uhr
Reformationskirche, Beusselstraße 35, 10553 Berlin
Eintritt frei. Spenden erbeten.

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Pressemitteilung zur Langen Nacht der Chöre 2019

Lange Nacht der Chöre – Einladung zum 15. Moabiter Chorfestival
27 Chorensembles präsentieren ihre besten Musikstücke

Zu den beliebtesten, bestbesuchten Musikveranstaltungen in Berlin-Moabit gehört die jährliche Lange Nacht der Chöre. Sie wird von der Cantorei der Reformationskirche veranstaltet und bringt Laienchöre verschiedener Größe und musikalischer Couleur zusammen.

Zur 15. Langen Nacht der Chöre 2019 ist das Programm so vielfältig wie die Profile der Ensembles. Kleine Kiez-Ensembles nehmen ebenso teil wie renommierte Konzertchöre, unter anderem der „Karl-Forster-Chor“ oder der Jugendchor der Staatsoper. 27 vor allem aus Berlin stammende Chöre haben sich diesmal angemeldet, um ihre besten Musikstücke zu präsentieren.

Wie immer gilt bei der Langen Nacht der Chöre „Eintritt frei – um Spenden wird gebeten“. Der Erlös der Langen Nacht kommt der Erhaltung des Proben- und Konzertbetriebs in der Reformationskirche zugute. Für das leibliche Wohl sorgt wie immer ein reichhaltiges Buffet im Kirchenfoyer.

15. Lange Nacht der Chöre
Sa., 7. September 2019, von 18 Uhr an
Reformationskirche, Beusselstraße 35, 10553 Berlin
Eintritt frei. Spenden erbeten.
Ringbahn S 41/42; Bus 123, 106, TXL
Programm/Ensembles unter http://www.cantorei.de/lange-nacht-der-choere/

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Die Cantorei der Reformationskirche

Die Cantorei der Reformationskirche wurde 1985 als Gemeindechor von Andreas Sieling gegründet. Nach Auftritten im Gottesdienst folgten von 1993 an eigene Konzerte. Dr. Andreas Sieling ist heute Berliner Domorganist und Professor an der Universität der Künste.

Im Jahr 2000 war absehbar, dass die Reformationsgemeinde mit der benachbarten Heilandsgemeinde fusionieren würde. Da deshalb die Stelle des Kantors nicht neu besetzt wurde, machte sich der Chor unabhängig und finanziert über einen dafür gegründeten Förderverein seither seine Chorleiter selbst. Anfang 2001 wurde der damals erst 25-jährige Volker Hedtfeld zum neuen Chorleiter gewählt. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Cantorei zu einem erfolgreichen Laien-Konzertchor, der große Oratorien zur Aufführung brachte. Mit der jährlich stattfindenden „Langen Nacht der Chöre“, die die Cantorei seit 2005 ausrichtet, wurde das Profil der Reformationskirche als Konzertkirche gestärkt.

Nach einigen Jahren unter der Leitung von Nataliya Chaplygina und noch einmal Volker Hedtfeld wurde Johannes Stolte im April 2014 neuer Chorleiter. Mit ihm führte die Cantorei unter anderem Bachs „Weihnachtsoratorium “, Haydns „Schöpfung“ und das Programm „Klänge des Nordens“, auf. Zum Reformationsjubiläum, Sommer 2017, arbeitete der Chor mit der Choreographin Be van Vark zusammen und lud erstmals zu einem Konzert mit performativen Elementen unter dem Titel „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ ein.

Im vergangenen Jahr wurde das deutsch-polnische Projekt „Johannes Brahms: Ein Deutsches Requiem“ mit rund 150 Mitwirkenden umgesetzt, gemeinsam mit dem Berlin-Brandenburgischen Sinfonieorchester unter Leitung von Mariano Domingo und dem polnischen Kammerchor Adoramus aus Slubice. Drei Auftritte, bei denen neben dem Requiem auch Lieder polnischer zeitgenössischer Komponisten gesungen wurden, fanden im Herbst in Slubice und Berlin statt. Im Februar 2019 bekamen die Cantorei und der Adoramus-Chor eine Einladung, das Brahms-Requiem in der Johanneskirche in Frohnau noch einmal in einer von Jörg Walter arrangierten Fassung für Klavier und Harmonium zu singen.

Mit dem Programm „Des Menschen Seele gleicht dem Wasser“ bestreitet die Cantorei vom 20. bis zum 23. Juni 2019 eine Ostseetournee mit Aufführungen in Prerow, Volkenshagen, Born Stralsund.
Hinweise zu Konzerten und Probenzeiten auf www.cantorei.de.

Quelle: Cantorei der Reformationskirche, März 2019


Bilder

Die Cantorei vor der Reformationskirche Sommer 2019 / Fotos: Ilka Forst

Foto der Cantorei im Sommer 2019

  

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