JOHANNES BRAHMS: EIN DEUTSCHES REQUIEM

In einer Fassung mit Klavier und Harmonium. Interpreten: Sopran: Christina Elbe Bass: Tye Maurice Thomas Klavier: Stephanie Hoernes (Heiko Holtmeier ist erkrankt) Harmonium: Jörg Walter Cantorei der Reformationskirche Leitung: Johannes Stolte Sonntag, 17. Februar 2019, 19 Uhr Ort: Johanneskirche Frohnau Zeltinger Platz 17-18, 13465 Berlin https://www.ekg-frohnau.de/calendar/612/konzerte Eintritt: 12 Euro; ermäßigt: 8 Euro; Kinder (bis 14 J.): 1 Euro Karten: Gemeindebüro Frohnau; Buchhandlung Haberland Frohnau oder über ticket@cantorei.de

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JOHANNES BRAHMS: EIN DEUTSCHES REQUIEM

Zur Kammermusikfassung Es ist ein großes sinfonische Trostoratorium – eine Musik, die bis heute viele Menschen zutiefst berührt. Brahms‘ im kirchlich-theologischen Sinne sehr zurückhaltende und ganz allgemein auf Trost und Trösten fokussierte Textzusammenstellung hat neben der unübertroffenen musikalischen Gestaltung wohl nicht ganz unwesentlich für die breite Anerkennung gesorgt, die er hierfür erhalten hat. Johannes Brahms fand für sein Requiem-Libretto Bibelworte fernab des kirchlichen Dogmas, in denen seine persönliche und künstlerische Sicht auf die „letzten Dinge“ aufscheint; dabei war er mit Anfang dreißig noch ein junger Mann. Das Werk bedeutete seinen Durchbruch als Komponist und ist bis heute eines der meist aufgeführten sinfonischen Chorwerke, hat also universellen Charakter und berührt Menschen unabhängig von ihrem weltanschaulichen Hintergrund. Alle Komponisten der Romantik waren Suchende in einer Welt, die aus den Fugen geriet. Sie bewegten sich im Zwischenbereich von Schmerz und Liebe, Tod und Erfüllung. Kein Wunder, war doch das spätere 19. Jahrhundert eine Epoche rasanter Veränderungen angesichts der Evolutionstheorie, Religionskritik, der Industrialisierung und der Gründung der Nationalstaaten. Religion wurde besonders in gebildeten Kreisen weitgehend der Privatsphäre zugeordnet, Natur oder Kunst wurden zu Ersatzreligionen.…

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