KONZERTE

Unsere Konzert-Programme


JOHANNES BRAHMS: EIN DEUTSCHES REQUIEM

Johannes Brahms: Ein Deutsches Requiem – Józef Świder: Kto szuka Cię – Paweł Łukaszewski: Ostatni list Świętego Maksymiliana Marii Kolbego do Matki

In Kooperation mit:
Berlin-Brandenburgisches Sinfonie-Orchester
Website
Adoramus-Chor, Slubice
Website

Sopran: Magdalena Ilowska
Bariton: Paweł Wiencek

Leitung: Barbara Weiser Lada, Johannes Stolte, Mariano Domingo

Samstag, 17. November 2018, 19.30 Uhr
Parafia pw. Ducha Świętego (Katholische Kirche)
Wojska Polskiego 140, 69-100 Słubice, Polen

Samstag, 24. November 2018, 19 Uhr
Reformationskirche
Beusselstr. 35
10553 Berlin

Sonntag, 25. November 2018, 17 Uhr
Auenkirche
Wilhelmsaue 118a
10715 Berlin-Wilmersdorf

EINFÜHRUNG ZUM KONZERT

„Wer Dich sucht, hat Dich schon gefunden“

Diese Worte des polnischen Dichters Leopold Staff (1878-1957) in der Vertonung von Józef Świder (1930-2015) stehen nicht nur am Beginn der Konzerte, die den Abschluss unseres deutsch-polnischen Projektes bilden, sie können auch als Leitgedanke der aufgeführten Werke gelesen werden.

Johannes Brahms fand für sein Requiem-Libretto Bibelworte fernab des kirchlichen Dogmas, in denen seine persönliche und künstlerische Sicht auf die „letzten Dinge“ aufscheint; dabei war er mit Anfang dreißig noch ein junger Mann. Das Werk bedeutete seinen Durchbruch als Komponist und ist bis heute eines der meist aufgeführten sinfonischen Chorwerke, hat also universellen Charakter und berührt Menschen unabhängig von ihrem weltanschaulichen Hintergrund.

Alle Komponisten der Romantik waren Suchende in einer Welt, die aus den Fugen geriet. Sie bewegten sich im Zwischenbereich von Schmerz und Liebe, Tod und Erfüllung. Kein Wunder, war doch das spätere 19. Jahrhundert eine Epoche rasanter Veränderungen angesichts der Evolutionstheorie, Religionskritik, der Industrialisierung und der Gründung der Nationalstaaten.

Religion wurde besonders in gebildeten Kreisen weitgehend der Privatsphäre zugeordnet, Natur oder Kunst … mehr

ZUR PETITE MESSE SOLENELLE

Kleine große Kammermusik:
Gioachino Rossini, Petite Messe solennelle (1863)

Die Petite Messe solennelle von Gioachino Rossini ist eine der bemerkenswertesten Vertonungen des katholischen Messtextes, sowohl mit Blick auf die Umstände ihrer Entstehung als auch auf ihre musikalische Gestalt.
Sie changiert zwischen Rossinis „erster Natur“ als hoch gerühmter Komponist komischer Opern und einer tiefen Religiosität; zwischen Heiterkeit, feiner Ironie und religiösem Ernst. Diese Mischung war im 19. Jahrhundert besonders dem kirchlichen Milieu in Deutschland verdächtig, womöglich mit ein Grund für die kaum vorhandene Aufführungstradition der Messe.

„Das ist keine Kirchenmusik für euch Deutsche, meine heiligste Musik ist doch nur immer semi seria [halb ernst]“, sagte er über das Stück und „Lieber Gott – voilà, nun ist diese arme kleine Messe beendet. Ist es wirklich heilige Musik [musique sacrée], die ich gemacht habe oder ist es vermaledeite Musik [sacrée musique]?
Ich wurde für die Opera buffa geboren, das weißt Du wohl! Wenig Wissen, ein bisschen Herz, das ist alles. Sei also gepriesen und gewähre mir das Paradies.“

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